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Texel 2005

"Sylt" der Niederlande

Auf Simone Baranskis Homepage (Glenmeadow-Shelties) habe ich einen tollen Bericht über Texel gelesen, so dass wir diese Insel natürlich einmal kennen lernen wollten. Familie Jaeger (Shelties of Wondering Star) besitzt dort ein Ferienhaus und somit war es nicht ganz abwegig, dass wir uns auch dort niederlassen werden. Eigentlich wollten wir unseren Sommerurlaub auf Texel verbringen, allerdings gab es in den Sommerferien nur noch eine einzelne freie Woche in dem Ferienhaus, so dass wir auf die Osterferien ausgewichen sind.
Das Haus ist recht groß, sehr liebevoll eingerichtet, besitzt drei Schlafzimmer mit jeweils zwei Betten (2x Etagenbett, 1x Doppelbett), ein Schlafzimmer ist allerdings nur über ein anderes zu erreichen, was uns natürlich nicht gestört hat, da wir die meiste Zeit zu zweit und nach Ostern die letzten drei Tage dann zu dritt dort hausen konnten. Es gibt einen kleinen Kaminofen, der in den kalten Frühlingsabenden eine angenehme Atmosphäre zaubert und ein ca. 500 qm großes eingezäuntes Grundstück auf dem sich die Hunde frei bewegen können. Die Nachbarn sind sehr lärmunempfindlich, so dass es auch überhaupt kein Problem ist, wenn man mit Shelties dort einzieht. Wie es allerdings beim Dauerkläffen wäre, wissen wir nicht, da wir immer aufgepasst haben, dass unsere Süßen ihre Schnäuzchen im Griff halten. Dass wir uns hier sehr wohl fühlen konnten zeigt unser vor Ort erstelltes (mit Stativ und Selbstauslöser) Panorama-Bild. Da es Ostern ja bekanntlich mit dem Wetter nicht immer so 100%ig klappen kann, haben wir vorsorglich ein halbes Multimedia-Center mitgenommen denn mein heiß geliebter Computer samt Scanner, Drucker und diversen Spielzeugen wie z.B. USB-Stick, drei Kameras waren mit am Start. Wir haben Unmengen an Fotos geschossen, waren natürlich fast jeden Tag mehrere Stunden am Strand unterwegs und haben die Zeit sehr genossen.
In Holland heißen die Strandlokale alle "Strandpaviljoenen Paal" und dann die Nummer, sie werden nur im Sommer für die Saison aufgebaut, die Zahl deutet an, an welcher Strandkilometermarke man sich befindet. Von t'Horntje dem Fährhafen (wo man auch ankommt, wenn man von Den Helder nach Texel rüber fährt) geht der Strand über die Westküste kilometerweit gen Norden, bis er irgendwann in "De Cocksdorp" endet. Dort oben gibt es den Paal mit der Nummer 33, somit gehen wir davon aus, dass der Strand mindestens 33 km lang ist. Ganz im Norden gibt es auch einen Leuchtturm, der nicht einmal rot-weiß-geringelt ist, so klein ist der.
In De Cocksdorp kann man wunderbare Sonnenuntergänge fotografieren. Mit dem Leuchtturm im Hintergrund haben wir ein paar schöne Momente einfangen können, auch wenn sich die Sonne in den zwei Wochen wo wir dort waren oftmals mehr im Dunst verkrochen, als dass sie bilderbuchmäßig dick und kugelig untergegangen wäre... aber das macht nichts, wir hatten trotzdem den ein oder anderen schönen Moment mit ihr!

Unser Tagesablauf war meist so, dass die Mutti morgens gegen 10h aufgestanden ist und mit "den Jungs" erstmal ein paar km im Grünen joggen gegangen ist. Meist ist sie am Sparmarkt gestartet und hat den Weg durch den Wald genommen, um dann hinterher am Ausgangspunkt wieder anzukommen und gleich Brötchen kaufen zu können. Kaum war sie zurück, ist Milan sofort in mein Bett gesprungen und meinte, ich könne nun auch langsam aufstehen, damit wir gemeinsam frühstücken können.
Frühstück gab es nicht immer auf der Terrasse, aber wir versuchten es einzurichten, sobald es möglich war. Wenn die Sonne schien waren uns die Temperaturen recht egal, selbst wenn wir in Decken gehüllt auf der Terrasse saßen und zitternd unseren Kaffee schlürften.

Sehenswürdigkeiten gab es auf Texel nicht so unheimlich viele, trotzdem wussten wir mit unserer Zeit immer etwas anzufangen. Ein Strandgang täglich war natürlich Pflicht, schon allein weil sich die Hunde dort unheimlich wohl fühlten. Denen war es egal, ob der Wind schräg und heftig oder doch mal senkrecht und sanft stand - Hauptsache die Möwen waren in greifbarer Nähe. Und sollten diese sich doch mal auf hoher See befinden, so waren Lenkdrachen eine willkommene Alternative.
Einige "Flugkünstler" waren mehr als irritiert, als auf einmal zwei kleine Wau-Waus lautstark kund taten, dass ihnen sehr viel daran gelegen war, ihren Drachen zu erwischen. Sie flitzen und hetzten und wenn der Drachen dann doch mal landete war er dann doch auf einmal mehr als langweilig. Ein kurzes Schnuppern genügte und schwubbs wurde wieder nach den Möwen Ausschau gehalten.

Paal 19 1/2 war oftmals unser Beobachtungspunkt, denn während wir unsere Kakao und hinterher den kostenlosen "Schnaps" (Bailys-Verschnitt) tranken, konnten wir den davor liegenden Strandabschnitt beobachten und hatten somit unsere Hunde jederzeit im Blick. Diese kamen immer mal wieder zum Trinken vorbei, bevor sie wieder wie kleine Kinder gen Meer rannten. Waren sie doch mal ein bisschen kaputt, dann wollten sie gerne auf den Schoß genommen werden, um weiterhin durchs Fenster das Strandgeschehen beobachten zu können. Erstaunlich für uns war, dass sie eine unheimliche Orientierung hatten, denn sahen sie durchs Fenster einen Hund am Strand, so fanden sie zielstrebig den Weg dorthin auch wenn es ein paar Ecken und Türen waren, die sie zu umgehen hatten.
Unsere beiden haben sich prima verstanden, sie waren "eins" was die nachfolgenden Fotomontagen verdeutlichen. Aber wer nicht weiß, dass es blue-zobel gar nicht gibt, der wird spätestens hier überzeugt sein, dass es so was in der Tat gibt... wenn auch nur in unserer Fantasie!

 

Im Ferienhaus der Jaegers fanden wir ein Gästebuch in dem wir uns natürlich auch verewigt hatten. Unter anderem auch mit einem Gedicht, welches wir hier nicht vorenthalten wollen:

Allpeachys Shetland Sheepdogs
Dorina Lampe   •  Osterring 12   •  31246 Lahstedt